EMPYRIUM





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Empyrium - Weiland

 

Kapitel I: Heidestimmung

Kein Hirtenfeuer glimmt mehr

Kein Hirtenfeuer glimmt mehr,
bringt Licht ins Heidemoor.
Ganz oben, einsam singt er -
des Winters Totenchor.

"Heimwrts"

Karges, dunkles Land.
Gnzlich still, weit, unbekannt.
Sollst so manch Legende schren,
doch heut mir nur die Kutsche fhren.

Durch wilde, kahle Klfte -
hinein ins deland. (still, weit, unbekannt)
Dort herrschen eisge Lfte,
wie nie zuvor gekannt. (tief drinn im deland)

Wohin ich blick - nur Eis und Schnee...
gespenstge Kiefer, dunkler See...
schauderhaftes schliet mich ein -
kein Weg, kein Steg, kein Lampenschein!

Der Pferde Krfte schwinden
in einer Nebelwand,
gepeitscht von Geisterwinden,
der Schlaf mich bermannt -
tief drin im deland.

 

Fortgang

Welch gramvoll Pein
verwies mich meinen Pfaden,
als morgendunstge Schwaden,
noch ruhten im verschneiten Hain.

In weit erstarrter Heide,
lang schwand die alte Leite,
wohin noch schweifet der Blick,
fhrt kein Umkehr zurck.

berwunden ist nun Dunkelheit,
nach langem Weg in Einsamkeit.
Von unberhrtem Stege
folget leis und dicht -
des Mondes fahles Licht,
zum Ende aller Wege.

 


Kapitel II: Waldpoesie

Schn ist der Wald, wenn der Tag sich neigt,
wenn feiner Nebel hoch vom moosgen Boden
steigt.
Und Vglein singen sacht zum Ruhgeleit -
dann mirs die Brust vor arger Schwere feit.

Doch in der Hh des Walds kann ich schon sehen,
geliebte Dmmerzeit - musst gehn.
Musst weichen schon dem kalten Mondeslicht,
das sich bald schaurig in den Wipfeln bricht...

Was raschelt hinterm Busche dort?
Was regt im Holz sich immerfort?
Wer heult im fernen unentwegt?
Was hat sich eben da bewegt?

Es ist nur mein Geist, der mir einen Streich zu
spielen gedacht,
denn hier ist nichts - nur Nacht, nur Nacht, nur
Nacht!

Mein Herz schlgt wild vom Schrecken der sich
nun gelegt,
doch was war da? Da hat sich wieder was geregt!
Ists wohl der Teufel selbst der mich nun holt von
diesem finstren Ort?
Wer es auch ist - Hinfort Unhold! Hinfort!

Weg, nur weg, nur weg von hier, mich frchtets
wie ein Kind!
Doch jeder Baum scheint gleich - es ist ein
Labyrinth.
In jedem Winkel ein hhnisch Lachen klingt
und jeder Blick mir neues Grauen bringt.

Stille, ja Stille - verstummt und verhallt
das Rascheln, das Raunen, kein Klang mehr
erschallt.
Doch wo bin ich? Was tu ich -
hier tief im Wald?
Ersinne den Morgen, ach km er doch bald.
Verirrt und vergessen - den Lieben entrissen,
einsam, verloren - mein Wille...verschlissen....
Doch, was glnzt dort in der Fremde?
Ein Funkeln bricht durchs Gest.
Die Lichtung, die Lichtung nicht ferne!
Nun seh ichs, ja seh ichs unds lsst
mein Herze erblhn!
Welch Lichtfest! Welch Glhen!
Ein Blick noch zurck -
den Augen kaum trauend
denn kaum konnt ichs schauen
hinweg war das Grauen -
nur Friede im Wald.

 


Kapitel III: Wassergeister

Die Schwne im Schilf

Still, still war die Nacht,
nur reget sich sacht -
von Dunste bedeckt,
ein See tief im Walde,
im Schilfe, die Schwne,
ihr Wehklagen hallte....

Die Maid indes irrte
nchtens umher,
ihr Schmerz ungeborchen -
kein Trost nimmermehr.
Als ob man sie jage,
ber Stock, ber Stein,
immer tiefer ins Dickicht,
ins Dunkle hinein.
Ihr Herz pochte - raste! -
wie Donner in ihr,
die Welt war im Schlummer,
allein war sie hier.
Alleine im Kummer,
der See lag vor ihr,
das Jammern der Schwne,
es lockte sie hierher....

Licht blitzte und zuckte,
erhellte die Nacht,
ein Grollen erklang!
Die Welt war erwacht.
Von Ufer zu Ufer,
das Wasser schlug aus!
Es toste und brauste
zum Rande hinaus.
Die Maid war verlorn
zu grimm ihre Pein!
Die Schwne sie lockten
sie zu sich hinein.
Sie trieb auf den Wogen
ins Dunkel hinaus,
sie trieb mit den Schwnen
ins Dunkel hinaus.....

 


Am Wasserfall

Wo silbern Wasser rauschen,
Zeit lange schon verbannt -
da sitzt er auf altem Steine,
die Fidel in der Hand.
Lsst wundersam sie klingen,
nun lausche ihm gebannt.....

"Das blau-kristallne Kmmerlein"

Wo schmerzlich Zeit musst heftig wogen,
da thronet ein erforner Bogen.
Stille bereitet sich endlich an,
mden Wandrern zart zu nahn.
Kein Lichtstrahl trifft die Schatten hier hinein,
ins blau-kristallne Kmmerlein.






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